Anschrift

Gebäudereiniger Innung Mittlerer Niederrhein

Obermeisterin:
Nadine Ludwigs

Westwall 122
47798 Krefeld

Fon: 0 21 51 - 97 78-0
Fax: 0 21 51 - 97 78-22

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Reinigungseffizienz und Qualität

Wirtschaftliche Analyse vom Fremd- vs. Eigenreinigung

Dass die öffentlichen Haushalte auch zukünftig verstärkt unter Kostendruck stehen werden, ist unbestritten. Grund genug die Gebäudereinigung – eines der kostenintensivsten Faktoren, die einen Haushalt belasten – nicht mit heißem Herzen, sondern mit kühlem Kopf und spitzem Bleistift permanent zu prüfen. Insofern liefert die Studie „Wirtschaftlichkeit der Fremdreinigung im Vergleich zur Eigenreinigung bei der Öffentlichen Hand am Beispiel der Kommunen“ der kontroversen Diskussion neue Fakten und Zahlen. Die Ergebnisse der sogenannten „Rödl Studie“, erstellt im Auftrag des BIV (Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks), sollen die örtlichen Diskussionen um das richtige Reinigungskonzept unterstützen und mit neuen Fakten versorgen. Dies deshalb, weil in den kommunalen Gebietskörperschaften oftmals kontrovers diskutiert wird, ob kommunale Liegenschaften durch eigene Reinigungskräfte oder durch private Gebäudedienstleister gereinigt werden sollen. Dabei spielen insbesondere folgende Aspekte eine Rolle:

 

  • Kosten
  • Qualität
  • Soziale Faktoren

 

Die Studie beleuchtet die benannten Faktoren und stellt Folgerungen für die Entscheidung einer Kommune zwischen Eigen- und Fremdreinigung dar. Neben den Kosten für Eigen- oder Fremdreinigung wurden hinsichtlich des für die Kommunen besseren Reinigungskonzepten, Organisation und Qualität, sowie Steuerung, Flexibilität, Personaleinsatz und Effizienz der Gebäudereinigung hinterfragt.

Die verschiedenen, die Wirtschaftlichkeit beeinflussenden Faktoren wurden dargestellt und erläutert. Die Studie soll damit die Grundlagen für eine sachliche, politische Diskussion liefern sowie Hinweise zur örtlichen Umsetzung bieten. 

  • Die gesamte Studie können Sie anfordern unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Vorgehensweise

Für die Untersuchung wurden öffentlich zugängliche Informationen, ergänzt um Projekterfahrungen und -erkenntnisse von Rödl & Partner, verwendet. Dabei flossen Daten und Erkenntnisse aus Kommunen jeder Größenklasse in die Studie ein. Darunter sind auch Kommunen, die ausschließlich entweder Eigen- oder Fremdreinigung aufweisen. Für den monetären Wirtschaftlichkeitsvergleich wurden nur Kommunen einbezogen, die sowohl Eigen- als auch Fremdreinigung aufweisen und bei denen die verfügbaren Daten belastbar waren. Dafür wurde eine Bereinigung um nicht plausible sowie durch temporäre Sondersituationen beeinflusste Werte vorgenommen, insbesondere wenn der Aufwand für die Fremdreinigung unrealistisch niedrig war, der Aufwand der Eigenreinigung überhöht war, weil es sich um eine auslaufende Eigenreinigung handelte, welche die Kommune auf überdurchschnittlich aufwendige Objekte konzentriert hatte. 

Management Summary

Ziel der Studie ist es, die Wirtschaftlichkeit von Eigen- und Fremdreinigung bei Kommunen zu vergleichen. Die Untersuchung ist in ihren Kernaussagen unmittelbar übertragbar auf Einrichtungen der Länder und des Bundes. Die Ergebnisse sollen die Diskussion um das richtige Reinigungskonzept unterstützen. Neben der reinen wirtschaftlichen Analyse werden Faktoren wie Reinigungseffizienz und -qualität sowie Steuerungsaspekte behandelt.

Kostenvorteile: Im Durchschnitt liegen die empirisch ermittelten Kostenvorteile der Fremdreinigung, trotz deren Belastung mit Umsatzsteuer, bei rund 34 %. Ausgehend von einem durchschnittlichen Anteil der Eigenreinigung von 53 % über alle betrachteten Kommunen führt die Umstellung von Eigen- auf Fremdreinigung zu einem Einsparpotenzial von durchschnittlich 4,27 € je Einwohner, sodass für eine Kommune mit 100.000 Einwohnern ein Einsparpotenzial von jährlich 427.000 € besteht. Allein bei den reinen Lohnkosten besteht ein Kostennachteil der Eigen- gegenüber der Fremdreinigung von 18 % im Tarifgebiet West und 32 % im Tarifgebiet Ost. Höhere Lohnnebenkosten der Eigenreinigung erhöhen den Unterschied bei den Personalkosten.

Transparenz: Die Kosten der Fremdreinigung sind transparent. Dagegen erfolgt bei der Eigenreinigung oftmals keine Vollkostenrechnung, sodass die tatsächlich entstehenden Kosten nicht vollständig vorliegen. Wirtschaftlichkeitsrechnungen der Kommunen bei Pilotprojekten sind aufgrund besonders günstig ausgewählter Rahmenbedingungen nicht flächendeckend übertragbar und damit als Entscheidungsgrundlage nicht geeignet. Mindestens ebenso bedeutsam wie Kostenvorteile und Kostentransparenz der Fremdreinigung sind für die Kommunen verschiedene Steuerungsvorteile:

Planungssicherheit: Durch Vergabe der Gebäudereinigungsleistungen wird langfristige Planungssicherheit für den kommunalen Haushalt erreicht. 

Sanktionsmöglichkeiten: Die Kommune verfügt bei Fremdreinigung über wirksame Sanktionsmechanismen gegenüber den privaten Reinigungsunternehmen bei Nichterfüllung der vertraglich vereinbarten Leistungen. 

Flexibilität: Ein wesentlicher Vorteil der Fremdreinigung liegt in der größeren Flexibilität für die Kommune. Durch begrenzte Vertragslaufzeiten und die vertragliche Vereinbarung von Zu- und Abbestellmöglichkeiten kann die Kommune die Reinigungsleistungen zeitnah einem veränderten Bedarf bzw. einer geänderten Haushaltssituation anpassen, was in der Eigenreinigung aufgrund des festen Personalbestandes praktisch ausgeschlossen ist. 

Markt und Wettbewerb:Durch regelmäßige Neuausschreibungen stellen sich die Unternehmen des Gebäudereiniger-Handwerks im Gegensatz zur Eigenreinigung kontinuierlich dem Wettbewerb, was zu Effizienzsteigerungen führt. Die erzielten Optimierungseffekte kommen über die Ausschreibungen unmittelbar den Kommunen zugute.

Reinigungseffizienz: Die höhere Effizienz des privaten Gebäudereiniger-Handwerks erhöht den Kostenvorteil der Fremdreinigung erheblich.

Reinigungsqualität: Ein qualitativer Vorteil der Eigenreinigung gegenüber der Fremdreinigung ist objektiv nicht feststellbar.

Soziale Absicherung: Für alle Mitarbeiter im Gebäudereiniger-Handwerk einschließlich der geringfügig Beschäftigten gelten staatlich kontrollierte Mindestlöhne und ein allgemeinverbindlicher Rahmentarifvertrag. Sämtliche übrigen Arbeitnehmerschutzgesetze finden ohnehin auf alle Beschäftigten Anwendung.

  • Die gesamte Studie können Sie anfordern unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!